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'Sexy Jump'

3. Die Nacht durchmachen und den Sonnenaufgang ansehen

Eine Geschichte aus einem Sommerurlaub:

Es sind 32°C. Ich schwimme durch den Pool von einer Seite zur anderen und sehe diesem McSexy zu wie er Leute zur Beteiligung am Poolspiel motiviert. Ich schwimm an den Beckenrand, der an der einen Seite das Poolwasser umfasst und an der anderen Seite anderthalb Meter bis zur Treppe runter geht. Elegant setze ich mich auf den Rand und leg mich geduldig auf die breite Kante. In seinem Rundgang wird er hier vorbeigehen und mich bitten mitzumachen. Ich liebe die Poolspiele hier. Er ist nicht mehr weit weg und ich schließe die Augen. Plötzlich spüre ich seine warme Hand an meinem nassen Oberschenkel und die andere Hand an der Schulter. Er übt leicht Druck aus als wollte er mich rein schubsen, aber er untersteht sich. „Machst du mit bei ‚Sexy Jump‘?!“, fragt er ganz euphorisch. Klar doch! Ich melde mich direkt an. Ich setze mich hin, lass mich ins Wasser plumpsen und schwimm zu den anderen Teilnehmern des Spiels. Nur 2 weitere Mädels trauen sich, der Rest sind wildentschlossene Kerle. Das Spiel wird erklärt. Man soll über einen Gartenschlauch in den Pool springen, bei wem der Gartenschlauch am Ende am höchsten hängen darf, der gewinnt. Ich rechne mir keine großen Chancen aus. Vielleicht rutsch ich aus, schlag mir den Kopf auf, oder ich krieg beim Sprung ins Nass Wasser in die Nase und tauch prustend wieder auf oder es sieht einfach nicht ‚Sexy‘ aus. Der Gartenschlauch wird ca. 40cm hoch gehangen. Ich bin schon leicht am Zweifeln. Alle hüpfen mehr oder weniger elegant rüber. Dann bin ich dran. Ich entscheide mich dafür mit dem Kopf voran drüber zu hechten und es gelingt. Sah glaub ich auch gar nicht schlecht aus. Alle klatschen wie bei den anderen. Ich steig wieder aus dem Pool, der Schlauch wird auf 80cm erhöht. Mir wird etwas schlecht, dann nehme ich meine wenigen zur Verfügung stehenden Meter zum Anlauf. Stocke kurz davor, reiße die Arme nach oben und mache anmutig einen Köpper in den Pool. Die erste Frau kapituliert. Die anderen meistern diese Aufgabe ganz gut. Wobei die Frau schon den Gartenschlauch hat höher halten lassen und Limbo tanzend in den Pool lief. Wieder wird der Schlauch höher gehangen. Ein Meter. Der Boden ist rutschig. Eine Mitstreiterin neben mir kündigt mir an, dass sie nicht springt. Ich weiß nicht. Pack ich das? Was soll passieren, dann reiß ich halt den Schlauch mit ins Wasser. Ich bin dran. Anlauf und dann, ich springe ab, mein Oberschenkel touchiert den Gartenschlauch, was nicht gleich disqualifiziert bedeutet. Bis jetzt lief doch alles super. Ich hatte traumhafter Weise kein Wasser in der Nase. Ich kletterte wieder aus dem Pool. Ich überlegte mir, dass es wohl an der Zeit wäre auszusteigen und den Männern den Endkampf zu ermöglichen, aber da ich als einziges Mädel noch drüber gesprungen bin, war mein Ehrgeiz geweckt. 1,20m. Uff. Das ist ja definitiv zu viel. Die Männer sprangen zu erst. Sie waren sehr talentiert und machten noch angeberische Bauchklatscher und Kopfsprünge über den Gartenschlauch. Ich war an der Reihe. Ein bezauberndes Augenklimpern und dann das Zeichen, dass sie den Schlauch ein Stück näher über den Pool hängen sollen. Ein kleines Stück tiefer für die Dame des Spiels. Natürlich ist es da leicht sich durchzusetzen. 1,10m. Volle Kanne Anlauf. Absprung und den Schlauch wieder nur leicht touchiert. Anerkennendes Klatschen. Ab da an, wurde der Schlauch höher und höher gehalten. Einmal machte ich es der Limbo-Dame noch nach und sah mir danach die Männer an, wie sie es einfach mal konnten. Letzte Höhe 1,45m oder so. Einer hat’s gepackt. Respekt. Ich gab mich damit zufrieden, dass ich die Siegerin der Herzen war.

Bis bald. Danni

11.8.14 19:06
 
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